Goffersberg Grossgrabanlage

Die sogenannte Grossgrabanlage bildet den jüngsten Teil des Gräberfelds. Anders als im älteren Teil werden die Verstorbenen nicht in Gemeinschaftsgräbern, sondern einzeln in Steinkisten bestattet. Es handelt sich mit der Ausnahme eines Erwachsenen um Kinder und Jugendliche im Alter von ein bis dreizehn Jahren.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
LeihgeberSchweizerisches Nationalmuseum
BeigabenKnochenwerkzeuge, mehrere Keramikgefässe

Grossgrabanlage

Grabkammer 1

Die Grabkammer 1 in der Grossgrabanlage ist leer. Sie war entweder nie belegt oder die Knochen einer ehemaligen Bestattung wurden entfernt oder sind bereits vollständig zersetzt. Aufgrund der geringen Ausmasse der Kammer könnte es sich um eine Säuglingsbestattung gehandelt haben.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
Geschlechtunbekannt
Alterunbekannt
Beigabenkeine

Grabkammer 2

Die Grabkammer 2 in der Grossgrabanlage ist leer. Sie war entweder nie belegt oder die Knochen einer ehemaligen Bestattung wurden entfernt oder sind bereits vollständig zersetzt. Aufgrund der geringen Ausmasse der Kammer könnte es sich um eine Säuglingsbestattung gehandelt haben.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
Geschlechtunbekannt
Alterunbekannt
Beigabenkeine

Grabkammer 3

Kinder machen etwa die Hälfte der jungsteinzeitlichen Bevölkerung aus. Sie sind früh ins Arbeitsleben eingebunden. Die Kindersterblichkeit ist damals hoch, da Kinder anfälliger für Krankheiten und die Folgen von Mangelernährung sind.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
Geschlechtunbekannt
Alter4–5 Jahre
Beigabenkeine

Grabkammer 4

Kinder machen etwa die Hälfte der jungsteinzeitlichen Bevölkerung aus. Sie sind früh ins Arbeitsleben eingebunden. Die Kindersterblichkeit ist damals hoch, da Kinder anfälliger für Krankheiten und die Folgen von Mangelernährung sind.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
Geschlechtunbekannt
Alter7–9 Jahre
Beigabenkeine

Grabkammer 5

Die Lage der Knochen lässt vermuten, dass der Verstorbene nach seinem Tod mit Schnüren in der Embryostellung zusammengebunden wurde. Das entspricht einer häufigen Praxis in jungsteinzeitlichen Gräberfeldern.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
Geschlechtwahrscheinlich männlich
Alterjugendlich oder erwachsen
Beigabenkeine

Grabkammer 6

Dieses Kind stand wahrscheinlich kurz vor dem Übertritt ins Erwachsenenalter. Sicher war es bereits fest ins Arbeitsleben eingebunden. Da Kinder etwa die Hälfte der jungsteinzeitlichen Bevölkerung ausmachen, sind sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
Geschlechtunbekannt
Alter11–13 Jahre
Beigabenkeine

Grabkammer 7

Dieses Kind starb in einem besonders kritischen Alter: Zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr wird in der Regel abgestillt. Die Umstellung auf normale Nahrung kann, besonders in Zeiten von Mangelernährung oder Epidemien, ein zusätzlicher Risikofaktor sein.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
Geschlechtunbekannt
Alter1.5 Jahre
Beigabenkeine

Grabkammer 8

Die Grabkammer 8 in der Grossgrabanlage ist leer. Sie war entweder nie belegt oder die Knochen einer ehemaligen Bestattung wurden entfernt oder sind bereits vollständig zersetzt. Aufgrund der geringen Ausmasse der Kammer könnte es sich um eine Säuglingsbestattung gehandelt haben.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
Geschlechtunbekannt
Alterunbekannt
Beigabenkeine

Grabkammer 9

Kinder machen etwa die Hälfte der jungsteinzeitlichen Bevölkerung aus. Sie sind früh ins Arbeitsleben eingebunden. Die Kindersterblichkeit ist damals hoch, da Kinder anfälliger für Krankheiten und die Folgen von Mangelernährung sind.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
Geschlechtunbekannt
Alter4 Jahre
Beigabenkeine

Grabkammer 10

Bei diesem Kind fehlen einige Knochen. Die verbleibenden Knochen liegen zudem im Grab nicht an der anatomisch korrekten Stelle. Das spricht dafür, dass es ursprünglich an einem anderen Ort bestattet wurde. Später wurde es, wahrscheinlich in ein Tuch oder Fell gehüllt, in der neuen Grabkammer beigesetzt.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
Geschlechtunbekannt
Alter8 Jahre
Beigabenkeine

Grabkammer 11

Dieses Kind hat als eines der wenigen eine Grabbeigabe – oder zumindest eine, die sich bis heute erhalten hat. In den Erwachsenengräbern finden sich Knochenwerkzeuge meist bei Männern. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem hier bestatteten Kind um einen Jungen.

Datierung3 800–3 600 v. Chr.
Geschlechtunbekannt
Alter1–2 Jahre
BeigabenKnochenahle