Die sogenannte Grossgrabanlage bildet den jüngsten Teil des Gräberfelds. Anders als im älteren Teil werden die Verstorbenen nicht in Gemeinschaftsgräbern, sondern einzeln in Steinkisten bestattet. Es handelt sich mit der Ausnahme eines Erwachsenen um Kinder und Jugendliche im Alter von ein bis dreizehn Jahren.
Die Grabkammer 1 in der Grossgrabanlage ist leer. Sie war entweder nie belegt oder die Knochen einer ehemaligen Bestattung wurden entfernt oder sind bereits vollständig zersetzt. Aufgrund der geringen Ausmasse der Kammer könnte es sich um eine Säuglingsbestattung gehandelt haben.
Die Grabkammer 2 in der Grossgrabanlage ist leer. Sie war entweder nie belegt oder die Knochen einer ehemaligen Bestattung wurden entfernt oder sind bereits vollständig zersetzt. Aufgrund der geringen Ausmasse der Kammer könnte es sich um eine Säuglingsbestattung gehandelt haben.
Kinder machen etwa die Hälfte der jungsteinzeitlichen Bevölkerung aus. Sie sind früh ins Arbeitsleben eingebunden. Die Kindersterblichkeit ist damals hoch, da Kinder anfälliger für Krankheiten und die Folgen von Mangelernährung sind.
Kinder machen etwa die Hälfte der jungsteinzeitlichen Bevölkerung aus. Sie sind früh ins Arbeitsleben eingebunden. Die Kindersterblichkeit ist damals hoch, da Kinder anfälliger für Krankheiten und die Folgen von Mangelernährung sind.
Die Lage der Knochen lässt vermuten, dass der Verstorbene nach seinem Tod mit Schnüren in der Embryostellung zusammengebunden wurde. Das entspricht einer häufigen Praxis in jungsteinzeitlichen Gräberfeldern.
Dieses Kind stand wahrscheinlich kurz vor dem Übertritt ins Erwachsenenalter. Sicher war es bereits fest ins Arbeitsleben eingebunden. Da Kinder etwa die Hälfte der jungsteinzeitlichen Bevölkerung ausmachen, sind sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Dieses Kind starb in einem besonders kritischen Alter: Zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr wird in der Regel abgestillt. Die Umstellung auf normale Nahrung kann, besonders in Zeiten von Mangelernährung oder Epidemien, ein zusätzlicher Risikofaktor sein.
Die Grabkammer 8 in der Grossgrabanlage ist leer. Sie war entweder nie belegt oder die Knochen einer ehemaligen Bestattung wurden entfernt oder sind bereits vollständig zersetzt. Aufgrund der geringen Ausmasse der Kammer könnte es sich um eine Säuglingsbestattung gehandelt haben.
Kinder machen etwa die Hälfte der jungsteinzeitlichen Bevölkerung aus. Sie sind früh ins Arbeitsleben eingebunden. Die Kindersterblichkeit ist damals hoch, da Kinder anfälliger für Krankheiten und die Folgen von Mangelernährung sind.
Bei diesem Kind fehlen einige Knochen. Die verbleibenden Knochen liegen zudem im Grab nicht an der anatomisch korrekten Stelle. Das spricht dafür, dass es ursprünglich an einem anderen Ort bestattet wurde. Später wurde es, wahrscheinlich in ein Tuch oder Fell gehüllt, in der neuen Grabkammer beigesetzt.
Dieses Kind hat als eines der wenigen eine Grabbeigabe – oder zumindest eine, die sich bis heute erhalten hat. In den Erwachsenengräbern finden sich Knochenwerkzeuge meist bei Männern. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem hier bestatteten Kind um einen Jungen.