Stadtgeschichte

Lenzburger Silber

Lenzburger Silber

Im 18. Jahrhundert findet Tafelsilber bei den Handels- und Fabrikherren regen Absatz. Für die neuen modischen Getränke Tee, Schokolade und Kaffee entstehen entsprechende Kannen. Über drei Generationen wirkt die Familie Rohr als Gold- und Silberschmiede sowie Uhrmacher in Lenzburg.

Zuckerstreuer

Marke «HR», Beschau: Wappen Lenzburg

Datierungca. 1780–1790
MaterialSilber
HerstellerJohannes (Hans) Rohr-Seiler (1737–1808)

Kaffeekanne

Mit Meistermarke «HR». Die birnenförmige Kanne steht auf drei geschweiften Volutenbeinen. Der Deckel ist mit einem Pinienknauf auf einer Blattrosette sowie einer umlaufenden Kordel geschmückt.

Datierung1751–1800
MaterialSilber
HerstellerJohannes (Hans) Rohr-Seiler (1737–1808)

Teekanne

Die sehr schöne Arbeit zeigt rings um den Deckel eine Dekoration, bestehend aus zwei Muscheln und einer umlaufenden Ranke. Die Ausgussöffnung ist als Tierkopf ausgebildet.

Datierungca. 1780
MaterialSilber
HerstellerJohannes (Hans) Rohr-Seiler (1737–1808)

Zwei Jagdschalen/Jagdtassen

Teilvergoldet, mit originaler Feuervergoldung, Beschau: Wappen Lenzburg, Meistermarke MP. Die Jagdschalen stammen vom französischen Goldschmied Jean Poulet, der aus religiösen Gründen im Schweizer Exil lebte. Er wird Bürger der Gemeinde Möriken. In Lenzburg hat er zeitlebens nur das Wohnrecht.

Datierungum 1690
Materialteilvergoldet
HerstellerJean M. Poulet (1662–1734)

Taufkännchen aus der Stadtkirche

«Der Stadt Lenzburg für den 3. Dezember 1836». Rudolf Kunz stammt aus Stäfa und arbeitet in Bern im Atelier von Georg Adam Rehfues, bevor er sich 1827 in Lenzburg niederlässt. Das Taufkännchen ist ein schönes Beispiel für den eleganten Berner Stil, welcher Züge des französischen Empire aufgenommen hatte.

Datierung1836
MaterialSilber
HerstellerRudolf Kunz (1803–1867)